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Glossar: Sozialrecht

Bildungs- und Teilhabepaket

Kinder aus einkommensarmen Familien bekommen bestimmte Leistungen vom Staat, damit sie an möglichst vielen schulischen, freizeitlichen und kulturellen Aktivitäten teilnehmen können. Schüler und Schülerinnen, die unter 25 Jahre alt sind, erhalten Leistungen für  Schulausflüge, mehrtägige Klassenfahrten, die Schülermonatskarte, den Nachhilfeunterricht  und das Mittagessen in der Schule. Für eine Vereinsmitgliedschaft und Freizeitaktivitäten erhalten Kinder unter 18 Jahren einen Betrag von bis zu zehn Euro monatlich. Wenn die Kinder zusätzliche Ausstattung für die Mitgliedschaft im Verein oder die Teilnahme an dem Freizeitaktivitäten (zum Beispiel Musik­in­stru­mente und Schutz­klei­dung für bestimmte Sport­ar­ten) benötigen, können die notwendigen Kosten ebenfalls übernommen werden.

In der Regel werden diese Bedarfe als Sach- und Dienstleistungen (insbesondere mittels personalisierter Gutscheine oder Direktzahlungen an Anbieter) gewährt. Geld wird nur in Ausnahmefällen zur Verfügung gestellt, zum Beispiel wenn der Antrag nicht rechtzeitig gestellt werden kann und man in Vorleistung treten muss. 

Die Bildungs- und Teilhabeleistungen bekommen Kinder, deren Eltern folgende Leistungen beziehen: ALG II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Kinderzuschlag oder Wohngeld.

 

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