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Glossar: Sozialrecht

Eingliederungsleistung, Eingliederungsvereinbarung

Arbeitslosengeld-II-Empfänger werden vom Fallmanager des zuständigen Jobcenters durch sogenannte Eingliederungsleistungen bei der Jobsuche unterstützt. Dazu gehören unter anderem die "Ein-Euro-Jobs", die Übernahme der Bewerbungskosten und Kosten für eine berufliche Weiterbildung. Auch die Kosten für Kinderbetreuung, Schuldner- und Suchtberatung oder psychosoziale Betreuung können übernommen werden, wenn dies für die Eingliederung in Arbeit erforderlich ist.

Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, wird zwischen dem Jobcenter und dem Arbeitslosengeld II-Empfänger einvernehmlich in einem Vertrag, der sogenannten Eingliederungsvereinbarung festgehalten. In der Eingliederungsvereinbarung werden zum einen die Leistungen, die das Jobcenter zu erbringen hat und zum anderen, die Bemühungen, die der Arbeitslosengeld II-Empfänger zu unternehmen hat, festgehalten. Wer die vereinbarten Pflichten nicht einhält, muss mit einer Kürzung seines ALG II rechnen (Sanktion). Die Eingliederungsvereinbarung wird in der Regel für sechs Monate geschlossen.

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