Hitzeschutz für Bewohner:innen und Team
Eigenes Konzept für Klimaanpassung entsteht für Senioren- und Pflegezentrum Burkhardhaus der Caritas in Worms
Das Senioren- und Pflegezentrum Burkhardhaus befindet sich mitten im Wormser Stadtzentrum - und ist trotzdem eine grüne Oase mit kühlem Innenhof.© Caritasverband Worms e.V./Sandra König
Worms. Das Senioren- und Pflegezentrum Burkhardhaus des Caritasverbandes Worms e.V. arbeitet derzeit an einem Konzept für Klimaanpassung und Hitzeschutz. Ziel des Projekts ist es, den Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden vor zunehmender Hitze zu verbessern und die Aufenthaltsqualität in der Einrichtung und im Außenbereich zu stärken.
Im Herbst 2025 erhielt die Caritas in Worms den Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zur Förderung des Projekts. Die Projektlaufzeit erstreckt sich bis Oktober 2026; fachlich begleitet wird das Vorhaben durch das auf Klimaanpassung spezialisierte Büro GreenAdapt aus Berlin.
Zu Beginn des Projektes wurde zunächst die klimatische Ausgangssituation der Einrichtung untersucht. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie stark das Gebäude und das Gelände des Burkhardhauses von Hitze, Starkregen oder Trockenheit betroffen sein können. Die Mitarbeitenden wurden über eine Online-Befragung beteiligt. "Unser Ziel war es, Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag zu erfassen und Hinweise darauf zu bekommen, wo klimabedingte Belastungen besonders spürbar sind", erläutert Katja Zamzow, Fachbereichsleiterin der Caritas-Altenhilfe.
Ein wichtiger Meilenstein war die Begehung der Einrichtung Ende Januar. Dabei wurden das Gebäude und der Außenbereich gemeinsam begutachtet - vom Keller bis zum Dach. "Im Fokus standen Bereiche, die sich im Sommer stark aufheizen, Verschattungssituationen und die Nutzung der Außenflächen", berichtet Steffen Schön, Einrichtungsleiter des Burkhardhauses. Direkt im Anschluss waren die Mitarbeitenden zu einem Workshop eingeladen. Dort wurden wahrgenommene Belastungen, Erfahrungen und erste Ideen für Optimierungen gesammelt. Ergänzend wurde ein Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern geführt, bei dem vor allem ihre Wahrnehmung von Hitze im Alltag und mögliche Verbesserungen für Aufenthaltsbereiche thematisiert wurden.
Ein wichtiger Meilenstein war die Begehung der Einrichtung Ende Januar. Dabei wurden das Gebäude und der Außenbereich gemeinsam begutachtet – vom Keller bis zum Dach.© Caritasverband Worms e.V.
"Die bislang gewonnenen Erkenntnisse werden derzeit ausgewertet. Im Frühjahr wollen wir geeignete Maßnahmen identifizieren und diese dann über den Sommer weiter ausarbeiten und konkretisieren", so Fachbereichsleiterin Zamzow. Ziel sei es, das Klimaanpassungskonzept im Herbst 2026 vorzulegen und anschließend schrittweise mit der Umsetzung erster Maßnahmen zu beginnen. Neben baulichen und organisatorischen Lösungen würden dabei auch naturbasierte Ansätze betrachtet, zum Beispiel zusätzliche Begrünung oder schattenspendende Aufenthaltsbereiche im Außenraum.
"Mit dem Projekt wollen wir unser Burkhardhaus ¬- das Gebäude, die Außenflächen und unsere Abläufe - besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und langfristig ein gesundes und angenehmes Umfeld für die dort lebenden und arbeitenden Menschen sichern", so das Fazit von Einrichtungsleiter Schön.
Förderhinweis
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (AnpaSo)” gefördert. Die Umsetzung erfolgt über die Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV). Weitere Informationen gibt es unter https://www.z-u-g.org/anpaso/.