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Stand: 23.08.2017

Pressemitteilung

Kunst aus Rheinhessen - mitten im Leben

In ihrer mit einer gut besuchten Vernissage am 27.11.16 eröffneten Ausstellung "Heimat Rheinhessen - Menschen, Landschaften, Kirchen" zeigen die Malerin Aloisia Hartmeier und der Fotograf Alois Thomas Hartmann mit Bildern und Fotografien ihren ganz persönlichen Blick auf unsere Region.

Aloisia Hartmeier und Alois Thomas Hartmann vor dem Bild „Menschen in Rheinhessen“ und der Fotografie der Taufkirche der Heiligen Hildegard in Bermersheim
 
   

Aloisia Hartmeier und Alois Thomas Hartmann vor dem Bild "Menschen in Rheinhessen" und der Fotografie der Taufkirche der Heiligen Hildegard in Bermersheim 

Liebevolle Fotografien rheinhessischer Kirchen und leuchtende großformatige Farbkompositionen säumen jetzt den Weg zu den verschiedenen Diensten des Caritasverbandes. Besucher der Tagespflege und Wohngemeinschaft für Senioren oder des Bereichs berufliche Weiterbildung können sich daran freuen. Und auch, wer ins Sozialkaufhaus CarLa möchte, braucht nur einen kurzen Umweg für eine Kunstpause im Alltag.  

Anlass für diese zuvor im Hildegard-Forum in Bingen gezeigte Ausstellung war - natürlich - das 200jährige Jubiläum Rheinhessens. Aber wie kam es zu einer gemeinsamen Ausstellung der quirligen Malerin und des eher zurückhaltenden Fotografen? Die Antwort liegt im Caritasverband selber, dem beide Künstler seit langem verbunden sind. Aloisia Hartmeier gewann 2004 den dritten Preis beim vom Caritasverband Worms im Frühjahr 2000 erstmalig ausgeschriebenen "Kunstpreis Migration 2000" unter dem Motto "Mittendrin, statt nur daneben?!"


Thomas Hartmann: "Wenn man sich hier umschaut, sieht man immer Kirchtürme."

Alois Thomas Hartmann und Caritasdirektor Georg Diederich kennen sich seit Jahrzehnten. Diederich weiß deshalb um die Liebe des erfahrenen Fotografen zu sakralen Gebäuden, der auf den ersten Blick weiß, welches Dorf zu welcher Kirche gehört. Von Kindesbeinen an war er in einer von ihnen zu Hause: "Meine Mutter war bei uns in Dromersheim für den Kirchenschmuck verantwortlich und hatte deswegen auch den Schlüssel zur Kirche." Auf diese Weise entwickelte sich auch Hartmanns Liebe zur Orgelmusik. Glaube, Kirchenmusik und Fotografie - all das hat einen festen Platz im Leben des jetzigen Gemeindereferenten von Dromersheim-Büdesheim, der zuvor Lehrer für Musik und Religion in Ingelheim war und sich auch schon mit Fotografien israelischer und palästinensischer Kinder einen Namen machte.

Aloisia Hartmeier: "Rheinhessen ist für mich Begegnung."
Mit ihm teilt Aloisia Hartmeier nicht nur den Vornamen sondern auch die Liebe zu Rheinhessen. Irdische und sinnliche Aspekte unserer Region finden sich auf vielen ihrer Bilder. Ob großflächig und leuchtend in Acrylfarben, wie auf dem fünfteiligen Zyklus über die Geschichte der Fleckenmauer von Dalsheim, zu der Gästeführerin Karin Henn bei der Vernissage eine kundige Einführung gab, oder in skizzenhaften Kompositionen aus Tusche und Aquarell, mit denen Hartmeier sich in einer sehr beschwingt anmutenden Serie dem rheinhessischen Wein und seinem Geist widmet. Zutiefst verbunden ist sie der rheinhessischen Lebensart, geprägt von Sonne und Dialekt, Fröhlichkeit und Begegnungsfreude. "Hier hat man leicht Kontakt." Darauf ist die Kriegsheim lebende Künstlerin sichtlich stolz und macht auch dieses Thema - Menschen, die sich begegnen - zu einem wiederkehrenden Motiv. Prägend für ihr Werk sind auch zahlreiche Bilder von Engeln, ihrer Natur nach wohl eher kosmopolitische Erscheinungen. Aber könnten Aloisias Himmelswesen sprechen, wäre es vielleicht sogar "rhoihessisch".  

In ihren Grußworten bei der Vernissage freuten sich die Caritas-Fachbereichsleiterinnen Anja Sommer, Qualifizierung und Beschäftigung, und Sabine Locht, Alter und Pflege, besonders, wie sehr die Themen der Ausstellung mit denen der Caritas am Wolfsgraben zusammenpassen: Die Verbindung von Menschen mit den Werten der Kirche, die Förderung menschlicher Begegnung - und das Angebot an ältere Menschen, hier bald auch in den neuen Mietwohnungen eine Heimat zu finden.

Ihr besonderer Dank an diesem Abend galt neben den beiden Künstlern und Gästeführerin Karin Henn auch der Kunsthistorikern Dr. Julia Vatter für ihre Laudatio und Anna-Leonie Weyland für ihre langjährige und großzügige Unterstützung des Caritasverbandes Worms im Bereich Alter und Pflege durch die von ihr selber und ihrem verstorbenen Mann gegründete Anna-Leonie und Dieter Weyland-Caritas-Stiftung.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Ausstellung kann bis Ende Dezember 2016 am Wolfsgraben 8  
Mo - Fr von 8:00 Uhr bis 16.30 Uhr besichtigt werden.





Text und Bilder: Patricia Mangelsdorff, freie Autorin und Journalistin